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Arbeiterwohlfahrt Wendelstein e.V., 90530 Wendelstein. Frankenstr. 25

 

 

 

 

Musikaufnahme unter Studiobedingungen

 

Bei der Probe der AWO Veehharfengruppe (awoAngels) Wendelstein am 22.01.2020 konnte das ganze Programm des Frühjahrskonzerts aufgenommen werden. Dabei konnte Harry Büchs, Techniker der awoRockers, auf das Studioequipment der Rockband zurückgreifen. Entstanden ist eine CD die zum Entspannen bei Veehharfenmusik einlädt.

 

Eine CD davon kann im AWO Büro im MGH in der Frankenstr. 25 bestellt und abgeholt werden (10  €, bei Margot Pusch, Tel: 09129-2226).

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Auf der CD sind 17 Lieder, von Klassik bis populär.

 

01 Winterling

02 Ysop

03 Traubenhyazinthe

04 Dornenvögel   

05 plaisir d`amour

06 ach ich hab in meinem Herzen

07 in der Pfarrgass

08 Sachranger Menuett

09 Menuett von Leopold Mozart

10 Polka einfach aber nett

11 fidel und munter

12 fröhliche Jungen

13 deutscher Tanz von J. Haydn

14 bouree aus der Feuerwerkmusik von G.F. Händel    

15 an der schönen blauen Donau von J.Strauss Sohn    

16 Abendkanon

17 amazing grace

 

      

 

 

 

 

 

 

 

Kulturelle Hommage auf die „awoAngels“, Veeh-Harfengruppe der

AWO Wendelstein –Mehrgenerationenhaus Ksl.

 

a) Aktives Musizieren nicht nur, aber auch im Alter

Aus unterschiedlichsten Gründen ist es Menschen trotz einer tiefen  Sehnsucht danach, oftmals nicht vergönnt, aktiv unter Verwendung eines Musikinstrumentes, vor allem auch in der Gemeinschaft, zu Musizieren. Ein derartiger Wunsch kann einem ein Leben lang begleiten und nicht mehr loslassen.

Hohe Ansprüche an die Fähigkeit, ein Musikinstrument zu erlernen, können dabei auch eine Heraus-forderung sein.

 

Aktives Musizieren wirkt sich äußerst anspruchsvoll auf das menschliche Zentralnervensystem aus.

Es mobilisiert vor allem das Gehirn und produziert höchste Glücksgefühle.

Medizinisch ist längst anerkannt, dass unabhängig vom Alter musizieren einen äußerst positiven Effekt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen hat.

 

 

b) Besonderheit des aktiven Musizierens mit einer „Veeh-Harfe“

Jeder Mensch braucht persönliche Erfolgserlebnisse; und wenn das noch zügig gehen kann.

Die Suche nach einem Musikinstrument des Landwirtes Hermann Veeh aus Gülchsheim, nördlich von Rothenburg o. d. T., für seinen an Down-Syndrom kranken  Sohn, brachte den Vater auf die Idee, ein altes Saitenzupfinstrument mit Notenschablonen weiter zu entwickeln.

Es entstand im Jahre 1992 die sog. Veeh-Harfe als neues Musikinstrument –einfachst in der Handha-bung, ansprechend in der Formgebung und bezaubernd im Klang (www.veeh-harfe.de).

Die Veeh-Harfe ist ein Saitenzupfinstrument, das ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann. Eigens für das Instrument wurde eine einfache und deutliche Notenschrift entwickelt – reduziert auf das Wesentliche.

Notenschablonen, die zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben werden, ermöglichen ein Musizieren „vom Blatt“- die Noten werden begreifbar.

Die Veeh-Harfe hat zwischenzeitlich eine weltweite Verbreitung gefunden.

Für Kinder ist die Veeh-Harfe erster prägender Zugang zum Musizieren. Erwachsenen erfüllt sich mit dem Spiel auf der Harfe eine tiefe Sehnsucht nach Musik. Sie belebt die Hausmusik, setzt neue Im-pulse in der Musikpädogogik in Kindergärten und Schulen, ergänzt die Therapie in Kliniken und bereichert den Alltag in Begegnungsstätten für Menschen jeden Alters.

 

c)  Wo Menschen aller Generationen sich begegnen;

    im Mehrgenerationenhaus der AWO Wendelstein e. V.

Als einzige Einrichtung im Landkreis Roth bewilligte die Bundesregierung die Förderung des seit dem 01.01.2012 bestehenden Mehrgenerationenhauses  in Kleinschwarzenlohe. Die soziale Arbeit der AWO gibt es schon seit 65 Jahren.

Von jung bis alt reicht das aus 15 Bereichen bestehende Angebot der Begegnung.

Die Verantwortlichen der AWO Wendelstein möchten gerade beim „Musikmachen“ sich den musik-pädagogischen Herausforderungen, die die demographische Entwicklung und Bedeutung von Musik im Alter mit sich bringt, stellen.

Aus dem Bereich des aktiven miteinander Musizierens möchte man gezielt zwei Musikrichtungen, die nicht gegensätzlicher sein können, Musik den Menschen näher bringen. Einerseits mit der Band, die awoRockers und andererseits mit einer Veeh-Harfen-Gruppe.

 

Einen idealeren Einstieg in die Welt der Musik konnte man sich schon vor 9 ½ Jahren mit der Veeh-Harfe als Musikinstrument nicht vorstellen.

Unter der musikalischen Leitung von Gabi Kohlert und der Organisation von Margot Pusch, sowie für die Jugend mit Jutta Sperber, konnten schon unter dem Motto „Jung bleiben durch aktives Musi-zieren“ über 100  Wendelsteinerinnen und Wendelsteiner, aber auch aus der Umgebung, die Welt der Musik auf eine besondere Art eröffnet werden..

Je nach Lust und Laune nimmt man Unterricht und oder spielt in zwei verschiedenen Gruppen mit.

Derzeit  gehören bis zu 40 Spielerinnen und Spieler den beiden Gruppen an.

In Anfänger- und Fortgeschrittenenkursen steigt man mit einer Leih-Harfe, oder auch schon mit einer Eigenen ein und findet sich bald in einer Übungsgruppe wieder.

Ja, und wenn man in die Musik einmal eingetaucht ist, dann gibt es kein Halten mehr.

Schnell kommt dann die Frage auf, was gibt es dreistimmig mit Bass Neues? 

Es ist eine kaum zu beschreibende persönliche Erfahrung für’s Leben, und das noch in einer so le-bensfreudigen Gruppe von Gleichgesinnten. Dankbarer kann man eigentlich nicht mehr sein.

 

d) Inhalte des Musizierens in der AWO-Veeh-Harfen-Gruppe

Wie schon angedeutet, können die Gruppen bis zu dreistimmig (erste, zweite, dritte Stimme mit Bass) spielen.  Seit Jahren will die „Auftrittsgruppe“ auch in der Öffentlichkeit  ihr Können zeigen. Beispielsweise mit dem Konzert „Ruhepunkt im Advent“ am jeweils 1. Advent in der Allerheiligen-kirche in Kleinschwarzenlohe.

Ein zutiefst ergreifender Höhepunkt des vergangenen Jahres war der Auftritt am 01.10.2017 in der Pfarrkirche zu Rauris in Österreich, mit dem Konzert „Zauberhafte Klänge“. Eine Kostprobe mit  einem Stück  von J. S. Bach kann unter >Menuett No2 Bach kl – YouTube<  abgerufen werden.

 

Gespielt wird von Volksmusik, Klassik, Barock, Irisch, Amerikanisch, Modernes, sowie Geistliches aus aller Welt. Es wird einfach alles ausprobiert was Spaß macht und für den inneren Ausgleich aller sorgt.

 

Der neueste Höhepunkt war ein Auftritt der AWO-Veeh-Harfengruppe zu einem Adventskonzert an einem besonderem Ort

„unter Tage“ in der Zinngrube von Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge.

 

Über Frank Ihle, Wendelsteiner AWO-Mitglieder und Mitarbeiter des Besucherbergwerks Ehrenfriedersdorf, hatten AWO-Vorsitzender Klaus Pusch sowie Margot Pusch und Gaby Kohlert als Verantwortlichen der Veeh-Harfengruppe für die Wendelsteiner Besuchergruppe eine erlebnisreiche Dreitagesfahrt ausgearbeitet mit einem Konzert des AWO-Musikensembles „unter Tage“ im Besucherbergwerk im Sauberg bei Ehrenfriedersdorf als Höhepunkt. Auch die Veeh-Harfengruppe war darauf gut vorbereitet, hatte sie doch erst am Wochenende davor in der Allerheiligenkirche als „Ruhepunkt im Advent“ einen Konzerttermin.

Die besonderen Traditionen und die enge Verbindung des Erzgebirges zum Bergbau - seit 2018 zudem offiziell UNESCO-Weltkulturerbe als „historische Montanregion Erzgebirge“ - kamen an den drei Tagen dort keineswegs zu kurz: Die fränkischen Gäste besuchten Annaberg-Buchholz mit dem dortigen Weihnachtsmarkt ebenso wie den „Lichtlmarkt“ in Schneeberg und Seiffen als historisches Zentrum der Spielzeugproduktion und des „Reifendrehens“ als spezieller Technik des Holzdrechselns. Der Höhepunkt der Fahrt war jedoch das Konzert der Veeh-Harfengruppe „unter Tage“ in der Zinngrube in Ehrenfriedersdorf, einem Besucherbergwerk.

 

Einmaliger Auftrittsort mit perfekter Akustik

Für den Konzertort „unter Tage“ passend warm angezogen und als Eigenschutz mit Schutzhelm ausgerüstet, fand das Konzert der Veeh-Harfengruppe 100 Meter unter der Erde am „Füllort“ der Zinngrube statt und lockte viele Interessierte. Als offiziellen Gruß der Gäste aus Franken übergab Klaus Pusch an Ehrenfriedersdorfs Bürgermeisterin Silke Franzl ein Präsent im Namen von Wendelsteins 1.Bürgermeister Werner Langhans und von der Musik wie von der perfekten Akustik unter Tage waren die zahlreichen Zuhörer wie auch die Musikerinnen und Musiker an diesem einmaligen Konzertort bei dem fast einstündigen Konzert begeistert.

 

 

 

 


HOCH